Pressemitteilung der SPD Plaidt

Die Rheinische Provinzial Basalt und Lavawerke ( RPBL ) hat das Planfeststellungsverfahren für den Rahmenbetriebsplan beantragt . Jetzt wird es ernst .

Das fast 160 seiten umfassende Werk zielt darauf ab , auf einer Fläche von rund 50 Hektar zwischen Ochtendung und Plaidt , gegenüber der Mülldeponie Eiterköpfe , Basalt bis in eine Tiefe von zunächst 25 Metern zu gewinnen . Dass das nicht das letzte Wort sein wird , ist gerade den Plaidtern klar . Die Position des zuständigen Bergamtes ist die , dass einmal angeschnittene Rohstoffvorkommen möglichst vollständig ausgebeutet werden . Das haben wir deutlich bei der Zerstörung des Plaidter Hummerich gesehen , der nun nochmals 80 Meter tiefer als zunächst vorgesehen abgetragen wird .

Bis auf 10 Meter an das Naturschutzgebiet ( NSG ) Nettetal heran will die RPBL ihren Steinbruch führen . Flora und Fauna des NSG würden dadurch angeblich in keiner Weise gefährdet . Wer soll das glauben ? Der Basalt wird dort mittels Sprengung oder gewaltigen Bagger-Meißeln gebrochen und bei Bedarf in einem "Knacker" vor Ort zerkleinert.Lärm- und Staubemissionen sollen dabei keinen Einfluss auf das ökologische Gleichgewicht im NSG haben , ganz zu schweigen von den Anwohnern auf der Heseler Mühle oder dem Keltershäuserhof . Das will uns jedenfalls der Betriebsplan der RPBL weis machen .

Die Ochtendunger BI-Nettetal , deren Ziel der nachhaltige Schutz und die Erhaltung von Natur und Umwelt im Bereich des Naturschutzgebietes Nettetal und seines Umfeldes ist , hält das für unmöglich . Sie fordert daher einen Mindestabstand von 50 Metern zum Naturschutzgebiet . Dieser Position haben sich die Plaidter SPD und der Gemeinderat in einer Resolution am 3.Juli 2002 angeschlossen und das Abbauvorhaben der RPBL einstimmig abgelehnt . Staub und Lärm emissionen werden selbstverständlich Plaidter Terrain beeinträchtigen . Zudem ist völlig ungeklärt , ob die Sprengungen nicht die Abdichtungen der nahen Mülldeponie Eiterköpfe schädigen und damit den Abfluss belasteten Sickerwassers Richtung Plaidt ermöglicht .

In seiner nächsten Sitzung am 15.März wird sich der Plaidter Gemeinderat erneut mit diesem Thema beschäftigen und entscheiden , ob gegen den Rahmenbetriebsplan der RPBL seitens der Gemeinde Plaidt Einspruch erhoben wird . Auch andere die sich von dem geplanten Basaltabbau beeinträchtigt fühlen - das können einzelne Personen oder Vereine sein - können bis zum 28. März 2005 ihren Wiederspruch beim Landesamt für Geologie und Bergbau m, Markenbildchenweg 20 , 56068 Koblenz , schriftlich geltend machen .

Die BI-Nettetal veranstaltet am Samstag , den 19.März , eine Protestkundgebung gegen die Zerstörung des Naturschutzgebietes Nettetal . Sie beginnt nachmittags am Raiffeisenplatz in Ochtendung und geht von dort zur Heselermühle , wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird .