Amt gibt grünes Licht für Tagebau

Landesamt erlässt Planfeststellungsbeschluss

für Aktivitäten in Ochtendung

Bürgerinitiative prüft Möglichkeit einer Klage

Seit langer Zeit läuft es schon, das Genehmigungs-verfahren für einen möglichen Basaltlavatagebau der Rheinischen Provinzial Basalt- und Lavawerke im Bereich Langacker in Ochtendung. Jetzt kommt Bewegung in das Verfahren.


OCHTENDUNG/ST. JOHANN. Das Landesamt für Geologie und Bergbau hat jetzt den Planfeststellungs- beschluss für den Basaltlavatagebau im Bereich Langacker in Ochtendung erlassen und damit grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Dies ist der letzte Teil des Genehmigungsverfahrens, das sich bereits etwa vier Jahre hinzieht. Wie die Behörde erklärt, waren unter anderem noch zusätzliche Untersuchungen nötig, weshalb sich das Verfahren verzögert hat. Theoretisch können die Rheinischen Provinzial Basalt- und Lavawerke nun mit der Einrichtung ihres Tagebaus in Ochtendung beginnen. Er soll der Nachfolgestandort für das Werk in St. Johann sein, bei dem die Ressourcen zu Ende gehen, teilt das Amt mit und beruft sich auf Informationen der Firma. Der neue Standort solle das Bereitstellen von Rohstoffen für die heimische Industrie sichern. Arbeitsplätze würden neu geschaffen oder erhalten. Ebenso würden die
heimischen Speditionen profitieren.


Wie das Bergamt weiter erklärt, ist der Planfeststellungsbeschluss auch an die Einhaltung von einigen Vorgaben, darunter den Schutz von Natur und Wasser, und an Auflagen für Immissionen gekoppelt. Details wollte Harald Ehses, Leiter der Behörde, auf Nachfrage der RZ aber nicht nennen. Zunächst soll der Beschluss Anfang nächsten Jahres öffentlich ausgelegt werden. Dann besteht auch die Möglichkeit, gegen die Genehmigung des Bergamts zu klagen. Das behält sich übrigens auch die Bürgerinitiative (BI) Nettetal vor, die seit Bekanntwerden des Vorhabens gegen den geplanten Basaltlavatagebau kämpft. Annette Lehnigk-
Emden, Vorsitzende der BI, sagte der RZ, dass diese Möglichkeit nun zusammen mit einem Anwalt geprüft werde. Darüber hinaus sei ein Gespräch mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) geplant. Die Bürgerinitiative kritisiert unter anderem, dass bislang nicht in ausreichendem Maße geprüft. worden sei, welche Auswirkung die Sprengungen im Basaltlavatagebau auf das direkt angrenzende Naturschutz- und FFH-Gebiet haben wird. (cki)

......Rheinzeitung vom 22.12.2008 Seite 20 Ausgabe Mayen....